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Netto sorgt mit Payback-Umstellung für Frust
Die Entscheidung des Discounters Netto, das Treueprogramm Deutschlandcard gegen das bekannte Payback-System auszutauschen, hat bei vielen Kunden zu erheblichem Ärger geführt. Während Payback in Deutschland weit verbreitet ist, offenbart die Art der Umstellung deutliche Schwächen. Besonders auffällig sind die unzureichende Kommunikation und die Probleme bei der Integration des neuen Systems. Mein persönliches Erlebnis und die Stimmen anderer Kunden verdeutlichen, wie problematisch dieser Wechsel gestaltet wurde. Meine ErfahrungBei einem Einkauf in einer Netto-Filiale in Münster bemerkte ich, dass Netto nun das Payback-System nutzt. Das allein wäre kein Problem, doch zu meiner Überraschung musste ich feststellen, dass die Möglichkeit, mit PayPal zu bezahlen, offenbar nicht mehr besteht – obwohl diese Option weiterhin in der Netto-App angezeigt wird. Erst nach Nachfragen bei der Filialleitung wurde mir bestätigt, dass PayPal nicht mehr unterstützt wird. Diese mangelnde Kommunikation führte dazu, dass ich unvorbereitet war und schnell nach einer alternativen Zahlungsmethode suchen musste. Glücklicherweise hatte ich meine EC-Karte dabei. Dennoch hinterließ dieser Vorfall bei mir einen äußerst schlechten Eindruck. Wie kann es sein, dass Kunden über so eine bedeutende Änderung nicht informiert werden? Reaktionen anderer KundenBei meiner Recherche in sozialen Medien und Nachrichtenportalen stieß ich auf zahlreiche Beschwerden über die Umstellung. Viele Kunden kritisierten nicht nur den Wechsel von der Deutschlandcard zu Payback, sondern auch die technische Umsetzung. „Freut euch, wenn eure Punkte geklaut werden und Payback nichts macht“, schrieb ein Nutzer unter einem Facebook-Beitrag von Netto. Andere äußerten sich ähnlich kritisch über die Netto-App, die oft fehleranfällig sei. Interessanterweise gab es auch einige positive Kommentare, die die Einführung von Payback begrüßten. Diese Meinungen waren jedoch selten und überlagerten nicht die überwiegende Frustration der Kunden. Besonders gravierend ist, dass nicht nur die Kunden im Unklaren gelassen wurden, sondern auch das Verkaufspersonal oft keine genauen Informationen zu den Änderungen geben konnte. Kommunikation: Ein großes MankoDer Wechsel zu Payback zeigt, wie wichtig klare und rechtzeitige Kommunikation ist. Kunden wurden weder umfassend noch frühzeitig über die Änderungen informiert. Besonders die Abschaffung von PayPal als Zahlungsmethode hätte klar kommuniziert werden müssen. Stattdessen blieben Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen ratlos. Dieser Mangel an Transparenz hinterlässt einen faden Beigeschmack und wirkt äußerst unprofessionell. Branchenexperten kritisieren ebenfalls die Einführung von Payback bei Netto. Ein Experte bezeichnete die Umsetzung als „überhastet“ und erklärte, dass Netto damit riskiere, viele Kunden zu verlieren. Tatsächlich scheint Netto dieses Risiko sogar billigend in Kauf zu nehmen. FazitDie Umstellung auf Payback war für Netto-Kunden alles andere als reibungslos. Unzureichende Kommunikation und technische Probleme haben bei vielen Verbrauchern Frustration ausgelöst. Als langjähriger Netto-Kunde bin ich enttäuscht und überlege ernsthaft, ob ich weiterhin dort einkaufen werde. Es bleibt zu hoffen, dass Netto aus diesen Fehlern lernt und zukünftige Änderungen besser plant und umsetzt. Gefertigt: R. G., 22.01.2025
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